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KUMULUS - Beratung in den Beruf

Die berlinweite Optimierung der Berufsorientierung, Koordination und Beratung jugendlicher Flüchtlinge in den sog. „Willkommensklassen“ und der Elternarbeit an beruflichen Schulen (I) sowie die Fortführung der Elternarbeit für Jugendliche und junge Erwachsene mit Einwanderungshintergrund an ausgewählten allgemeinbildenden Schulen (II) zu Bildung, Beruf und Erwerbstätigkeit und ihrer sozialen Eingliederung stehen im Zentrum diese Konzepts.

Der inhaltliche Bezug dieses Konzepts orientiert sich im Wesentlichen am „Berliner Masterplan Integration und Sicherheit „Punkt 7.3.3.“

Zu den Inhalten der Arbeit des Projekts KUMULUS

I.    Jugendliche Flüchtlinge und deren Eltern

Sowohl in der Sekundarstufe I als auch in der Sekundarstufe II der beruflichen Schulen erhöht sich ständig die Anzahl von Eltern begleiteter und von Eltern nicht begleiteter jugendlicher Flüchtlinge (zurzeit ca. 40% mit steigender Tendenz).

Diese befinden sich nach Ankunft und persönlicher Erfassung in sog. „Willkommensklassen“ mit dem Ziel, der späteren Eingliederung ins schulische Regelsystem oder in eine Berufsausbildung. Diese Jugendlichen werden zurzeit durch die Regelsysteme der Regelinstitutionen nicht erfasst, die Begleitung und Beratung erfolgt noch überwiegend unkoordiniert und entbehrt häufig professioneller Grundlagen.

Nach Auskunft der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft vom März 2016, befinden sich in der Sekundarstufe I zurzeit  3.790 SchülerInnen in 311 Klassen und in der Sekundarstufe II/Berufliche Schulen 1.132 jugendliche Flüchtlinge in 90 Klassen 1.458 befinden sich in einer Warteposition, so dass damit zu rechnen ist, dass sich absehbar rund 2600 SchülerInnen der Zielgruppen an den beruflichen Schulen befinden werden.(neueste Prognosen gehen von 3.400 SchülerInnen in 170 Klassen aus.

I.I. Beratung und Berufsorientierung jugendlicher Flüchtlinge in den „Willkommensklassen“ der beruflichen Schulen in Berlin,

  • durch Angebote der individuellen Beratung in Bildung, Beruf und Erwerbstätigkeit an beruflichen Schulen

I.II. Durchführung von Elterninformationsveranstaltungen für Eltern von jugendlichen Flüchtlingen an beruflichen Schulen,

  • durch die Entwicklung eines Curriculums zur zielgruppenspezifischen Gestaltung von Elterninformationsveranstaltungen,
  • durch die Organisation und Durchführung von Elterninformationsveranstaltungen an beruflichen Schulen,

I.III. Beratung von Eltern jugendlicher Flüchtlinge

  • durch Angebote an beruflichen Schulen und am Standort des Trägers, Kurfürstenstraße 131, 10785 Berlin.

I.IV. Koordination jugendlicher Flüchtlinge beim Übergang in die Sekundarstufe II der berufsbildenden Schulen in Berlin

Auf Grundlage der bisherigen Erfahrungen und der steigenden Zahlen jugendlicher Flüchtlinge in den Willkommensklassen der berufsbildenden Schulen ergeben sich folgende Bedarfe.

  • Eine inhaltlich orientierte und an den individuellen Bedarfen der jungen Flüchtlingen orientierte Beratungsstelle
  • Erstaufnahme und Klärung der Bildungsvoraussetzungen und des gegenwärtigen/erreichten Bildungsstands.
  • Differenzierung nach Leistungsgruppen ( z.B. Jugendliche mit dem Bildungsstand einer gymnasialen Oberstufe im Verhältnis zu Jugendlichen, die bisher keine Schule besucht haben oder einer geringen oder mittleren Bildungsstand erreicht haben) im Vorfeld der schulischen Zuordnung. Zusammenstellung annähernd vergleichbarer Lerngruppen.
  • Verhinderung voraussehbarer Abbrüche durch Unter- oder Überforderung.
  • Klärung der individuellen schulischen Zuordnung in Abstimmung mit der „Klärungsstelle berufliche und zentral verwaltete Schulen“.
  • Permanente Abstimmung mit den beruflichen Schulen
  • durch die Korrespondenz zur Kampagne „Berlin braucht Dich“

II.    Fortentwicklung der Beratung und Orientierung von Eltern mit
Einwanderungsgeschichte an ausgewählten Schulen, deren Kinder sich in den 9. und 10. Jahrgangsstufen der Integrierten Sekundarschulen befinden,

Der Anteil von Schülerinnen und Schülern aus Familien mit Einwanderungsgeschichte in den Innenstadtbezirken liegt zwischen 40% und 80%. Aufgrund ihrer nach wie vor anderen Sozialisationsbedingungen und ihrer Unterrepräsentanz in der beruflichen Erstausbildung nach dem Verlassen der allgemeinbildenden Schule, benötigen sie und ihre Eltern der besonderen Ermutigung und professionellen Unterstützung

  • durch die, den aktuellen Gegebenheiten angepasste Weiterentwicklung einer interkulturellen Koordinierungsstelle der Elternarbeit
  • durch die Einbindung der Elternarbeit in das Berufsorientierungskonzept der Schule auf Grundlage des Landeskonzepts zur Berufs- und Studienorientierung und der Jugendberufsagenturen,
  • durch die Zusammenarbeit mit MSO’s und Elternvereinen im Umfeld von Schulen
  • durch die Entwicklung einer Handreichung, als Handlungsempfehlungen für Schulen, um Eltern in den schulischen Prozess der Berufsorientierung einzubeziehen
  • durch die Zusammenarbeit mit den Akteuren: LehrerInnen, KerngruppenleiterInnen, WAT-Lehrer, BVBO, SozialarbeiterInnen, BerufseinstiegsbegleiterInnen, den lokalen BSO-Teams und den Jugendberufsagenturen sowie anderer externer Akteure,
  • durch die Korrespondenz zur Kampagne „Berlin braucht Dich“
  • durch die Zusammenarbeit mit Kammern und Verbänden

Das Projekt KUMULUS wird beim Träger inhaltlich verknüpft mit den Projekten

  • der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft „(Betriebs-) pädagogische Begleitung an beruflichen Schulen in Berlin“ (hier ist Arbeit und Bildung e.V. der Regieträger eines Konsortiums bestehend aus insgesamt 4 Trägerorganisationen,
  • der Programmagentur Schulsozialarbeit der Stiftung SPI, Schulsozialarbeit für jugendliche Flüchtlinge an 3 Berliner Oberstufenzentren,
  • sowie einer Projektskizze an die SenBJW zur Koordination der Zuweisung jugendlicher Flüchtlinge zu den beruflichen Schulen Berlins vom 27.11.2015.

Berlin, im April 2016
Stefan Nowack
Projektleitung (geschäftsführend)

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Beratung in den Beruf

Kontaktdaten
Arbeit & Bildung e.V.
KUMULUS
Kurfürstenstraße 131
10785 Berlin

Tel. (030) 259 30 95-24
Fax. (030) 259 30 95-18

Projektleitung
Stefan Nowack
Kurfürstenstraße 131
10785 Berlin

Telefon: 030/2593095-24
Telefax: 030/2593095-18

Email: stefan.nowack(at)aub-berlin.de
 

KUMULUS bietet an folgenden Schulen Beratung an:
Schule Bezirk Berater bei Arbeit und Bildung e.V.
Carl-v.-Ossietzky-Oberschule Friedrichshain-Kreuzberg Thura Wallbaum
Ellen-Key-Oberschule Friedrichshain-Kreuzberg Stefan Nowack
Ernst-Reuter-Oberschule Mitte-Wedding Barbara Rejak
Georg-Weerth-Oberschule Friedrichhain-Kreuzberg Stefan Nowack
Gustav-Langenscheidt Tempelhof-Schöneberg Stefan Nowack
Hector-Peterson-Oberschule Friedrichshain-Kreuzberg Barbara Rejak
Kepler Oberschule Neukölln Said Oumoussa
Moses-Mendelsohn-Oberschule Mitte-Tiergarten Ilkin Özisik
Otto-Hahn-Obeschule Neukölln Said Oumoussa
Robert-Jungk-Oberschule Wilmersdorf Barbara Rejak