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Praxiserprobung für geflüchtete Jugendliche

finanziert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Das Projekt

Das Projekt „Praxiserprobung für jugendliche Geflüchtete“ richtet sich an Schüler_innen der Willkommensklassen, BQL oder auch IBA mit Fluchterfahrungen im Alter zwischen dem 15. und 18. Lebensjahr, die nicht damit gerechnet haben, hier noch einmal eine Schule zu besu-chen. Diese Schüler_innen  haben häufig auch keine oder nur geringe Lernbiografien aber bereits Arbeitserfahrungen aus ihren Herkunftsländern und aus diesem Grund auch eine hohe Motivation zu einer Arbeitstätigkeit. Auch die Sprachkenntnisse sind meist unter dem Niveau von A1.

Wir wollen einen anderen Weg gehen

Die beschriebenen Jugendlichen werden in neuen Lerngruppen zusammengefasst. In diesen Lerngruppen wird ihre individuelle Motivation gefördert und ein direkter Zugang zur Arbeits-welt eröffnet. Das Projekt orientiert sich hierbei an den bewährten Methoden des Produkti-ven Lernens, d.h. an 3 Tagen in der Woche lernen die Jugendlichen in richtigen Betrie-ben, an den zwei verbleibenden Tagen reflektieren und vertiefen sie ihre am Praxisplatz ge-machten Erfahrungen und vertiefen ihre Sprachkenntnisse orientiert am betrieblichen Alltag.

Sie, als Lehrkraft, unterstützen diesen individuellen Lernprozess und gestalten ihn.

Ziel des Projekts ist es, dass für jede/-r Jugendliche nach einem Jahr eine klare Anschluss-perspektive erarbeitet worden ist.

Zu diesen Perspektiven gehören:

  • Ablegen der BBR-Prüfung in einer Regelklasse der Stammschule
  • Übergang in ein Arbeitsverhältnis
  • Übergang in Berufsausbildung
  • aussichtsreicher Wechsel in eine Berufsausbildung mit entsprechenden Unterstützungsmaßnahmen wie ausbildungsbegleitende Hilfen-abh,
  • Assistierte Berufsausbildung-ASA
  • Wechsel auf einen IBA/BQL-Platz an einem OSZ
  • Übergang in eine Gruppe des Produktiven Lernens mit dem Ziel, einen Schulab-schluss zu erreichen
  • Teilnahme an einer Einstiegsqualifizierung
  • Wechsel in ein außerschulisches Berufsorientierungsangebot (SGB II/III)

Zunächst prüfen Sie, welche Jugendlichen für diesen Bildungsgang infrage kommen.

Sie holen das Einverständnis der Jugendlichen und deren Erziehungsberechtigten ein.

Wie kommen die Jugendlichen in das Projekt?

Lehrer/-innen der Willkommensklassen füllen für jede/-n Jugendliche/-n eine Checkliste aus und reichen diese über ihre Schulleitung weiter an die bezirkliche oder zentrale Koordinie-rungsstelle für die Willkommensklassen.

Was bietet das Projekt?

  • praktische Orientierungsangebote in Kooperation mit Ausbildungszentren;
  • Beratung interessierter Betriebe
  • Vermittlung in Praktika interessierter Betriebe;
  • ergänzende Bildungsbegleitung für die beteiligten Jugendlichen in der Schule und im Lernen in der Praxis im Umfang 1/3 Stelle Sozialpädagoge/-in;
  • individuelle Beratung und Coaching der in den Willkommensklassen tätigen Pädagogen/-innen
  • Konzeptentwicklung, Methodik und zu pädagogischen Herausforderungen
  • in der Begleitung der geflüchteten Jugendlichen;
  • standortübergreifende Seminare und Workshops zu aktuellen Entwicklungs-themen;
  • Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit zur Entwicklung der Kooperationsbezie-hungen,
  • Entwicklung von Informationsmaterialien für Betriebe.

Sprechen oder mailen Sie uns an! Wir kommen gerne an Ihre Schule!

Kontakt:

Projektkoordination
Rainer Milletat
rainer.milletat(at)aub-berlin.de
0163 54 75 883

finanziert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie